vServer einrichten mit Apache, PHP5, Mysql und FTPd
Posted on : 30-01-2010 | By : Tony | In : Internet
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In diesem Tutorial möchte ich erklären, wie man sich einen Debian (Lenny) vServer ohne Vorkenntnisse einrichtet. Da diese Anleitung Anfängern helfen soll, werde ich etwas ins Detail gehen.
Es wird erklärt, wie man Apache2, PHP5, Mysql, phpmyadmin und proftpd installiert und einrichtet.
Zuerst benötigen wir einen SSH Klienten, sowie die Zugangsdaten, welche wir hoffentlich vom Anbieter erhalten haben. Ich würde empfehlen Putty als den SSH Client zu nutzen, denn es ist Freeware.
Einfach die Putty.exe ausführen und die IP-Adresse des Servers eingeben. Es sind keine weiteren Einstellungen nötig, da SSH auf Port 22 schon voreingestellt sind. ( Siehe Abb. Links )
Nach einem Klick auf OPEN, öffnet sich dann auch schon das Konsolenfenster.
Auf die Frage: “login as:” Antworten wir mit root.
Als Passwort, müssen wir das vom Host gegebene verwenden. Nun haben wir uns erfolgreich als Root eingeloggt.
Der erste Befehl den wir eintippen lautet:
apt-get update
( Siehe Abb. Rechts ) Mit diesem Befehl wird sich der Server bei den voreingestellten Paketquellen, die Paketlisten laden.
Danach geben wir folgenden Befehl ein
apt-get upgrade
Nun werden uns alle zu aktualisierenden Pakete aufgelistet. Um die Aktualisierungen durchzuführen müssen wir nur mit Y bestätigen und der Server macht den Rest. ( Siehe Abb. Links)
Nun holen wir uns mit einem Befehl den Apache Webserver, PHP5, den Mysql Datenbankserver, sowie ProFTPd.
apt-get install apache2 php5 mysql-server proftpd
Der Server wird uns nun eine Menge empfohlener/benötigter Pakete anzeige, welche mitinstalliert werden müssen. Dies bestätigen wir mit einem Y. ( siehe Abb. Links).
Nachdem der Server dann das Paket MYSQL5-server heruntergeladen hat, erscheint ein Eingabefeld ( siehe Abb. Rechts ) in welchem wir das Mysql Root Passwort festlegen müssen. Aus Sicherheitsgründen sollten wir hier ein ’starkes’ Passwort verwenden, am besten eine Kombination aus Klein- und Großgeschriebenen Buchstaben, sowie Zahlen. Dieses Passwort am besten irgendwo griffbereit aufschreiben, da wir es zu späteren Zeitpunkten wieder benötigen werden.
Der nächste Screen erscheint und diesmal werden wir gefragt, ob wir ProFTPd als inetd oder standalone laufen lassen wollen. ( Abb. Links ) Die Antwort richtet sich, je nachdem ob wir viele FTP Benutzer haben. Sollten wir FTP nur gelegentlich verwenden, so empfiehlt es sich ProFTPd als inetd laufen zu lassen, um Ressourcen zu sparen.
Nach einer Bestätigung mit der Enter-Taste richtet unser Server die weiteren Pakete ein.
Nachdem das Abgeschlossen ist, läuft der Apache Prozess schon.
Um dies zu Testen, können wir nun die IP Adresse des Servers in unserem Webbrowser aufrufen.
Nun wechseln wir wieder zu Putty und installieren das Paket phpmyadmin. Dies geschieht durch folgendem Befehl:
apt-get install phpmyadmin
Auf die Frage, ob wir die vorgeschlagenen Pakete mitinstallieren möchten, antworten wir bekanntlich mit Y.
Es erscheint ein weiterer Screen
( Abb. Rechts ), bei welchem wir gefragt werden, ob phpmyadmin mit dem installierten Webserver automatisch konfiguriert werden soll. Mit den Pfeiltasten gehen wir auf Apache2, und bestätigen mit der Leertaste um das Feld anzukreuzen, danach wechseln wir mit der TAB-Taste auf Ok und bestätigen mit ENTER.
Sollte dieser Schritt erledigt sein, so können wir phpmyadmin über unseren Internetbrowser bereits aufrufen. Z. B. über die IP Adresse oder über die Domain, bzw. Subdomain des Hosts.
1.1.1.1/phpmyadminvserver123.vserveranbieter.de/phpmyadminIhredomain.de/phpmyadmin
Nun richten wir den FTP Zugang ein, über den wir uns später verbinden können, um Dateien auf den Server zu laden.
Dazu legen wir zuerst eine neue Benutzergruppe an, um es übersichtlich zu halten nennen wir sie “ftpuser”.
Dies geschieht durch die Eingabe von:
groupadd ftpuser
Wir müssen nun in der Konfigurationsdatei von ProFTPd einige kleine Änderungen vornehmen. Dies erledigen wir logischerweisse auch mit der Konsole. Dazu nehmen wir den Texteditor ‘nano’.
nano /etc/proftpd/proftpd.conf
Mit den Pfeiltasten steuert man den Cursor, mit STRG+O wird gespeichert und mit STRG+X wird die Textdatei geschlossen.
Erst suchen wir
# Use this to jail all users in their homes
#DefaultRoot ~
und löschen das Rautezeichen vor DefaultRoot weg.
Danach suchen wir
# Set the user and group that the server normally runs at.
User proftpd
Group nogroup
Hier ändern wir ‘nogroup’ um und zwar in ftpuser. Anschliessen fügen wir folgendes ein:
UseReverseDNS offIdentLookups off
DelayEngine off
Das muss dann so aussehen, wie auf der Abbildung Rechts.
Nun müssen wir noch einen FTP-Benutzeraccount anlegen. Dies tun wir, indem wir die folgenden Befehle eintippen. ( In diesem Fall ist der Loginname test, dies kann beliebig geändert werden )
useradd test
passwd test
So, nachdem wir den zweiten Befehl eingetippt haben, müssen wir das FTP Passwort für den Benutzer ‘test’ festlegen. Natürlich ist es hier ratsam, ein sicheres Passwort zu verwenden.
Mit dem folgenden Befehl, fügen wir den Benutzer in die ‘ftpuser’ Gruppe ein, sodass er auch berechtigt ist, per FTP sich einzulogger
usermod -g ftpuser test
So, nun braucht der User noch sein eigenes Homeverzeichniss, dass wir mit folgenden Befehlen einrichten, und ihm zuweisen.
Wir erstellen ein Verzeichnis in /var/www/, dieses wird per Internet Erreichbar sein.
mkdir /var/www/test
Wir geben dem Benutzer ‘test’ die Rechte im /var/www/test/ Verzeichnis zu arbeiten.
chown -R test /var/www/test/
Wie machen das /var/www/test Verzeichnis zu seinem Home-Ordner
usermod -d /var/www/test test
Anschließend einmal den ProFTPd Server neu starten, sodass unsere Konfiguration gleich übernommen wird
/etc/init.d/proftpd reload
Nun könnten wir uns mit einem FTP-Client wie Filezilla, mit den ftp daten einloggen und z. B. eine Webseite hochladen.
Es geht weiter mit der Einrichtung von Domains, VirtualHosts, sowie das Absichern der Servers mit fail2ban und co.
Doch dies folgt in einem weitern Artikel. Bei Fragen zum Artikel, können Sie mich über das Mailformular im Impressum anschreiben







Und wann kommt der nächste Teil?
Hi VVoLv3rIn3,
Ein genaues Datum kann ich leider nicht sagen, da unheimlich viele Themen erklärt werden müssen.
Gruss
Ok, ich wollt nur sagen hier ist ein User der hat sehr viel need auf das nächste How To und kann es kaum abwarten
Ihr macht das Super weiter so