„Online Abofallen“ Wie man sich schützt und was man dagegen tun kann

Sie vermehren sich rasend schnell, kunterbunde Webseiten, welche Dateidownloads, SMS- Dienste, Suchmaschieneneinträge, IQ-Tests, oder sogar Wahlberatung anbieten.
Zur Anmeldung müsse man nur seine E-Mail Adresse angeben, sowie die AGBs akzeptieren, danach stehe voller Zugriff auf das Angebot bereit.

Was meist ausser Acht gelassen wird, ist das Kleingedruckte. Dies steht meistens gut versteckt im Seiteninhalt oder in den AGBs. Genau da befindet sich die Kostenfalle

Ein Beispiel einer typischen Abofalle

Ein Beispiel einer typischen Abofalle

Die Masche ist jedes mal gleich. Es wird mit Gratisangeboten gelockt, und sobald man seine Daten eingegeben hat, hängt man drin.

Man hat eingewilligt, eine Nutzungsgebühr zu bezahlen.

Nach wenigen Wochen versucht der Betreiber des Angebots dann, das Geld  einzutreiben. Bis das Geschehen ist, ist die Wiederrufsfrist meist schon vorbei. Wenn man sich nicht darauf einlässt zu zahlen, erhält man von diversen Inkassobüros  E-Mails. Sollte man bei der Anmeldung auch seine Adresse angegeben haben, kann man auch Post erhalten.

Solange man sich weigert zu zahlen, flattern mehr und mehr Mahnbriefe ins Haus. Bei jeder Forderung werden höhere  Inkassogebühren verlangt.

Sehr viele Internetnutzer fallen täglich in diese Abo-Fallen. In Diskussionsforen tauscht man sich darüber aus, wie z. B. im Sat1 Akte 09 Forum.

Die Kostenangabe so gezielt zu verstecken, ist arglistige Täuschen und dagegen kann vorgegangen werden. Auch ist der  Anbieter rechtlich dazu verpflichtet, ausdrücklichst auf das 14-Tägige-Rücktrittsrecht hinzuweissen. Sollte dies nicht der Fall sein, ist der Vertrag als ungültig anzusehen.

Den Vertrag wiederrufen

Spätestens bei der ersten Rechnung sollte man den Vertrag wiederrufen. Ein Musterschreiben hierfür hat die Verbraucherzentrale NRW aufgesetzt. HIER DOWNLOADEN

Verträge mit Minderjährigen sind ungültig

Abos und ähnliches müssen Eltern erst genemigen. Ohne Einwilligung der Eltern ist einVertrag ungültig, da Minderjährige keine Verträge abschliessen können. In diesem Falle muss der Angebotsbetreiber darauf hingewiesen werden und der Vertrag ist nichtig.

Nur nicht einschüchtern lassen

Mit einer schriftlichen Wiederrufung gibt sich der Anbieter meist nicht zufrieden und versucht weiterhin Mahnungen mit drohenden Maßnahmen zu schicken. Wenn man vom Inkassobüro der Firma ein Schreiben bekommt, so sollte man auch im Schriftverkehr mit diesen, die „arglistige Täuschung“ anfechten.

Weitere Tipps
Um sich vor Unseriösitäten zu schützen, sollte man diese Tipps beachten:

  1. Da jede Deutsche Webseite ein Impressum haben muss, empfiehlt es sich einen Blick darauf zu werfen. Sollte eine „Briefkastenadresse“ darin zu finden sein, dann unbedingt die Finger davon lassen.
  2. Nicht von möglichen Gewinnen locken lassen, meist sind diese kostenpflichtig!
  3. Die AGBs durchlesen, um sich im Vorfeld über eventuelle Kosten klar zu sein.
  4. Aufpassen wo man seine Bankdaten oder die Adresse angibt.
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